Unser Leitbild


 

Stiftung Bernaville
Langenwilweg
3150 Schwarzenburg

Telefon 031 731 17 77
Telefax 031 731 19 04
e-mail: info@bernaville.ch


Ziel der Betreuungs- und Beschäftigungsaufgabe ist die Optimierung der Lebensqualität der uns anvertrauten Menschen mit ihren Behinderungen.
Unser Ziel: Stolz und Freude über sein gelungenes Werk lassen diesen Menschen strahlen

Leitbild
der Stiftung Bernaville

Ziel der Betreuungs- und Beschäftigungsaufgabe ist die Optimierung der Lebensqualität
der uns anvertrauten Menschen mit ihren Behinderungen.

Das heisst, den behinderten Menschen ganzheitlich im Rahmen des gesellschaftlichen
und sozialpolitischen Umfeldes
wahrzunehmen.
Dabei sollen ihre Behinderungsformen, ihr Alter sowie ihr Umfeld nach sozialpädagogischen
Kriterien mit ein bezogen werden.

Vorwiegend gilt es für uns, Fähigkeiten, Bedürfnisse, Möglichkeiten und Interessen
unserer Bewohnenden soweit wie möglich zu erhalten und wo immer auch noch zu fördern
und sie in ihrem Sozialverhalten zu unterstützen.

Zu diesem Zweck bietet die Wohn-, Arbeits- und Beschäftigungsstätte der Stiftung
Bernaville geistigbehinderten Jugendlichen und Erwachsenen beiderlei Geschlechts
(ab Sonderschule), welche teilweise auch eine körperliche oder psychische Behinderung
aufweisen ganzjährig eine qualifizierte Betreuung, Unterstützung und Hilfe sowie Arbeit
und Beschäftigung
verbunden mit sozialer Integration.

Im Wohnbereich bieten wir unseren Bewohnenden in acht verschieden aufgebauten
Wohngruppen eine Alltagsstruktur, in der sie angeleitet werden, Selbstverantwortung
für ihren persönlichen Bereich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu übernehmen. Sie
sollen aber auch lernen, Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen, zu äussern und in
angepasster Weise zu realisieren.

Dies umfasst:

  • eine gemeinsame Gestaltung von Wohn- und Lebensraum
  • Unterstützung und Anleitung in den täglichen Verrichtungen der Selbstbesorgungen
    und der Gesunderhaltung,
  • gezielte Hilfestellung bei der individuellen wie gemeinsamen Freizeitgestaltung,
  • Pflege und Unterstützung der sozialen Kontakte innerhalb und ausserhalb
    der Institution im Sinne der allgemeinen Integration.

In der Wohngruppe 8 – Stöckli – finden vorzeitig gealterte aber nicht pflegebedürftige
Bewohnende Aufnahme. Hier bieten wir angepasstes Wohnen und eine Beschäftigung
im Sinne einer gezielten Tagesstruktur, verbunden mit lebenspraktischen Tätigkeiten
an.

Im geschützten Arbeitsbereich bieten wir in

  • den Werkstätten für industrielle Teilarbeiten,
  • dem Textilatelier,
  • der Küche und dem Bankettbetrieb,
  • der Lingerie,
  • dem Hausdienst und Hauswartsdienst,
  • der Gärtnerei,
  • der Landwirtschaft,
  • der Administration,

eine den individuellen Fähigkeiten angepasste Arbeit an.

Aufträge aus der freien Wirtschaft sowie interne und externe Dienstleistungen sollen
nach den marktwirtschaftlichen Kriterien „Qualität, Termin, Preis“ – verbunden mit den
erforderlichen agogischen Voraussetzungen erfüllt werden.

Dies setzt voraus:

  • Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit, der manuellen Fähigkeiten
    sowie der eigenen Wertschätzung,
  • Unterstützung und Anleitung bei den Arbeitsprozessen,
  • Angepasstes und individuelles Arbeitstempo,
    Flexible Einsatzmöglichkeit bezüglich Arbeitsplatz und Arbeitsorganisation,
    inkl. Jobsplitting und Jobrotation
  • Einsatz von geeigneten und zweckmässigen
    Hilfsmitteln.

In der Kreativ-Werkstatt wird eine sinnvolle Tagesstruktur verbunden mit gezielten lebensnahen
Arbeitsverrichtungen angestrebt. Dabei sollen aber die kreativen Seiten
und das Sozialverhalten gefördert werden im Sinne der Beschäftigungstherapie.
Zum Betreuungs-, Beschäftigungs-, Arbeits- und Förderungsbereich stehen uns zusätzlich
folgende Angebote zur Verfügung, die im Einzelfall angeordnet werden:

  • Fachberatung intern und extern,
  • regelmässige Standortbestimmung,
  • Förderungsplanung,
  • Sport (regelmässiges Schwimmen und Turnen),
  • Musiktherapie (Musik und Bewegung),
  • Externer Musikunterricht,
  • Maltherapie (Ausdrucksmalen),
  • Physio- und Hydrotherapie,
  • Heilpädagogisches Reiten,
  • Logopädie,
  • interne Schule (lebenspraktischer Unterricht)


Ziele unserer Unternehmenskultur sind:

  • klare Strukturen für die Erfüllung der gesetzten Ziele und Aufgaben, verbunden
    mit den notwendigen Kompetenzen,
  • offene und klare Kommunikations- und Informationspolitik gegen innen
    und aussen,
  • definierte Qualitätssicherung,
  • Bereitschaft und Unterstützung bei der Weiterbildung und Weiterentwicklung,
  • Effiziente und sinnvolle Verwendung der uns zur Verfügung gestellten finanziellen
    Mittel,
  • Kooperative Zusammenarbeit mit Angehörigen,
    gesetzlichen Vertretern, Amtsstellen und Behörden,
  • Begegnung gegenüber unseren Kunden und Auftraggebern als echte und
    ebenbürtige Geschäftspartner,
  • Förderung des Verständnisses in der Öffentlichkeit für Menschen mit Behinderungen,
  • Grundsätzlich pflegen wir einen kooperativen Führungsstil. Um allen Mitarbeitenden
    gerecht zu werden, pflegen wir auch einen situativen Führungsstil,
    der auf die Fähigkeiten und Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen
    eingehen kann.

Für uns gelten die folgenden Grundsätze:

  • Unseren Bewohnenden begegnen wir partnerschaftlich,
  • Betreuen, anleiten, führen heisst: selber Vorbild sein,
  • Wir wollen die Fähigkeiten, Interessen und Anlagen unserer Bewohnenden
    so lange wie möglich erhalten und wo immer individuell fördern,
  • Wir wollen von unseren Bewohnenden nur soviel fordern, wie wir selber
    bereit sind, leisten zu können oder leisten zu wollen,
  • Im Rahmen des agogischen Auftrages wollen wir die Intimsphäre der
    Bewohnenden wahren.

Anlässlich der Sitzung vom 22. Oktober 2002 wurde das Leitbild der Stiftung Bernaville in
obenstehndem Sinne vom Stiftungsrat bearbeitet, überprüft und genehmigt.

Schwarzenburg, im Oktober 2002